Stairway to Heaven
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Über Fehler..

Nun, da meine Fans :p mich so lange und unerbittlich genervt haben, mit ihren Kommentaren, schreibe ich wieder einmal etwas Blog.

Da ich ja fast schon versprochen habe, diese Seite hier als Tagebuch zu benutzen, versuche ich dies auch zu realisieren und zwar mit diesem Eintrag.

Kennt ihr das Gef?hl, welches euch grunds?tzlich nur andere Menschen geben k?nnen, alles falsch zu machen (wer eine besondere Veranlagung zum Detektiv besitzt, wird bestimmt bemerkt haben, dass diese Frage ?usserst rhethorisch war )?

Ich auch. Nun, in letzter Zeit hatte ich des?fteren dieses brennende Gef?hl. Wenn man Fehler begeht, unabh?ngig davon ob das jeder Mensch macht oder nicht, beinflussen diese Fehler die eigene Psyche. Das Problem an der Sache ist nicht wie "gross" oder wie "schlimm" ein Fehler ist, sondern wie man damit umgehen kann. Meiner Definition nach gibt es drei verschiedene Arten, wie man mit Fehlern umgehen kann.

Viele Menschen wollen ihre Fehler nicht wahrhaben, verdr?ngen sie und machen weiter. Andere hingegen lassen sich von der unbarmherzigen Last des Ungewollten zu Boden dr?cken. Wieder Andere stehen dazu, akzeptieren sie, und lernen.

Die Erste Schublade ist definitiv die Interessanteste. Schaut euch um, welch hoher Prozentsatz aller Menschen so lebt. Durch ein sich selbst und anderen vorgegaukeltes starkes Selbstbewusstsein werden Fehler ignoriert und absichtlich ?bersehen. Wobei es selbstverst?ndlich so ist, dass die Fehler nicht vergessen werden k?nnen, nur, wie gesagt, verdr?ngt. Werden sie ans Licht geholt, ist immer mit starken
emotionalen Reaktionen des jeweiligen Verdr?ngers zu rechnen.

Die Zweite Schublade, zu der ich mich teilweise z?hlen kann/konnte ist f?r mich uninteressant. Solche Menschen sind sehr ?ngstlich, und denken nur an das, was passieren k?nnte, was sein k?nnte, was w?rde wenn und so weiter.. Sie haben nicht begriffen, dass es sie selber sind die sich zu Boden dr?cken lassen, der Einfachheit halber schieben sie die Schuld den Fehlern zu. Wenn sie merken, dass sie und nur sie
sich dagegen stemmen k?nnen, geht es rasch bergauf mit ihnen. Viel schneller als es mit der Ersten Schublade bergab geht

Die Dritte Schublade ist die besondere. Hier gibt es nur wenige Menschen, die sich dazu z?hlen k?nnen, aber die paar wenigen bestizen die gr?ssten Vorteile (wobei das eventuell auch daran liegen mag, dass sie sowenige sind). Wenn man Fehler akzeptiert, sich ihnen mutig entgegenstellt und den Willen hat, zu lernen wie man mit ihnen Umgeht, dann kann man nichts Falsch machen. Denn jedes Schlechte hat
auch sein gutes. Immer.


So, nun bin ich einwenig abgeschweift, aber egal, weiter im Text

Ich hatte sehr lange ein solches Gef?hl, ein Gef?hl, alles falsch zu machen. Bis ich bemerkt habe, dass ich gar nicht so viel falsch mache, wie es mir immer schien. Ich sah vielfach das Schlechte zu stark und das Gute zuwenig. Gr?nde daf?r gibt es viele, zum einen bei Vorbildern (wie in meinem Fall den Eltern), die einem nach folgendem Schema pr?gen: "Wenn du etwas richtig gemacht hast, ist es als h?ttest du nichts gemacht", zum anderen bei mir selber.

Bei mir selber deshalb, weil ich ein Mensch bin, den das Negative mehr "belebt" als das Positive. Soll nicht heissen, das ich das Schlechte lieber mag, sondern das es mich mehr zu ber?hren vermag. Ein Beispiel: Wenn ich in der Schule eine schlechte Benotung kriege, geht es mir viel schlechter, als dass es mir gut geht, wenn ich eine gute Note geschrieben habe. Traurig, ent?uscht, w?tend oder verzweifelt kann ich l?ngere Zeit nach der miesen Nachricht sein, als dass ich es bei einer positiven kann, den die Freude, Euphorie, allgemein das Gl?cksgef?hl h?lt nie solange an und wirkt auch nie so stark, wie das Negative.

Ich weiss jetzt, dass dieses Gef?hl, jede Sache die man anpackt, falsch anzupacken oder etwas nicht zu erreichen, was man wollte oder immer alles falsch zu machen nicht wirklich ist.

Denn, ab wann etwas Falsch ist, wo man Fehler machen kann und wo nicht, ist alles nur Definition. Immer. Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Schule. Mathematikpr?fung. Erste Pr?fungsaufgabe. Die Aufgabe lautet: Addiere 3 & 5.

Ich habe nun mehrere M?glichkeiten. Wenn ich die Aufgabe per Definition "richtig" machen soll, muss ich mich an die vorgegebenen
Regeln der Mathematik halten. Also ich habe drei Kreise [ooo] und f?nf Kreise [oooo o]. Zusammengez?hlt (Addiert) ergibt das dann acht Kreise
[oooo oooo] (Hach ich Genie ).

Gut, das war die erste M?glichkeit. F?r den Lehrer, der uns die mathematischen Definitionen vorgibt ist die Aufgabe richtig, da Definition erf?llt.

Die Zweite M?glichkeit ist klar, ich ignoriere die Vorgaben, egal aus welchem Grund (Absicht, Vergesslichkeit, nicht Wissen) und
habe damit die Definition gebrochen, also ist die Aufgabe f?r den Lehrer falsch.

Nat?rlich gibt es in manchen Situationen auch halb richtig/halb falsch (je nach Ansicht ) aber ich habe bewusst ein simples Beispiel gew?hlt, so dass so etwas gar nicht entstehen kann.


Was ich Aufzeigen m?chte ist, dass, wenn ich die Definition, die von oben her vorgegeben ist, ?ndern w?rde, w?re was vorher falsch oder richtig war, nicht mehr so. Deshalb existiert kein falsch und kein richtig.

Wenn ich also das Gef?hl habe, alles falsch zu machen, dann habe ich mir ganz einfach meine Definitionen zu eng gesetzt. Und dies wiederum zeigt mir, dass ich alles falsch machen m?chte, denn w?rde ich es nicht wollen, w?rde ich meine Definitionen erweitern, so dass nicht mehr alles falsch sein kann.


Mehr dazu kann ich im Moment nicht schreiben, da ich ja arbeiten m?sste, und nun, dank des Eintrags in Zeitdruck gekommen bin :D
Zum erneuten durchlesen bin ich zu m?de.. Habe heute wieder einmal nur 2h geschlafen.. Ich entschuldige mich schon im Voraus f?r sicherlich vorhandene Fehler )

Ich hoffe es hat gefallen ^^...


Bis zum n?chsten Eintrag,

BlackIce
11.10.05 15:44
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


JeffToolate / Website (11.10.05 18:59)
jaa eintrag!

zum text:
dieser meinung bin ich auch... jeder mensch muss wohl selbst für sich entscheiden, was falsch und was richtig ist...
trotzdem... immer diese einschränkungen... scheiss kleingedrucktes...

beim durchlesen dachte ich erst:"so 'ne scheisse.." und wollte schon ein gegenargument bringen, bis ich merkte, dass mein gegenargument eigentlich nur bestätigen würde was du oben beschrieben hast... naja... war also etwas voreilig mit meinen gedanken...
habe ich was daraus gelernt...? hm... wird sich wohl zeigen...

guder eintrag!


nicole (15.10.05 14:39)
Beim Durchlesen deines Textes machte sich bei mir folgende Frage breit :

„ Ist man nicht selbst Schuld, wenn man sich das Gefühl geben lässt, alles falsch zu machen?“

Sobald man einen Fehler macht und sich selbst dafür die Schuld gibt, kann man möglicherweise erkennen was die Ursache dafür wahr. Dies wiederum hat die Folge, dass gedanklich ein Prozess stattfindet, der einem sagt „Das nächste Mal anders!“ (auch Lernprozess genannt)
Meiner Meinung nach gehören Menschen, solcher Art in die von dir so schön schubladisierten 3 Gruppe.

Bezieht man meine kleine Erläuterung nun auf die obige Frage fällt auf, dass es durchaus gute Seiten hat, sich selber die Schuld zu geben für das was man tat.
Allerdings fällt mir gerade jetzt auf, dass du es vielleicht nicht sehr gut differenziert hast, zwischen „sich selber Schuld geben, für Fehler die man tat“ und „sich Schuld zuschieben lassen“.

Um wieder auf die Frage von oben zu kommen, versuche ich „Schuld unter Fremdeinwirkung“ zu beschreiben.
Wie könnte es anders sein als wenn man jetzt das schöne Beispiel „Eltern“ verwendet.
Jeder kennt das Gefühl, wie man es dreht und wendet den Eltern passt es einfach nicht.
Man versucht ja oftmals eine schöne Mischung zu finden, zwischen dem was die Eltern für gut befinden und dem was man selber will. Dabei klingt die Theorie wesentlich einfacher als die Praxis.
Man versucht seinen eigenen Weg zu gehen, obwohl die Eltern sich dazwischen stellen und behaupten, dieses sei schlecht, das andere falsch.
Nun stellt sich die Frage, ob es nicht das Problem der Eltern ist, dass sie ja in diesem Fall mit „deinem Weg“ haben. Für den Betroffenen selbst stimmt es so wie er es handhabt. Also folglich ist man in diesem Fall selbst Schuld wenn man sich das Gefühl von Eltern geben lässt, man macht alles falsch.
Auf diesem gedanklichen Weg stolpert man auch über die Frage:


nicole (15.10.05 14:39)
„Warum geben einem die Eltern, das Gefühl alles falsch zu machen?“

Die Antwort ist leicht zu durchschauen, Eltern wollen vermeiden, dass ihre Kinder gröbere Fehler machen. Ja und hierbei wären wir wieder bei den Fehlern.

Ja, da ich hierbei ziemlich abgeschweift bin (hach ^^)
Werde ich versuchen auf die unteren Zeilen deines Eintrages noch etwas zu verfassen.

Du hast unten grob geschrieben „Ich möchte also alles falsch machen!“
Damit machst oder machtest du es dir viel zu einfach. Es ist einfacher zu sagen, das man versagt hat, als zu sagen, dass einem etwas gelungen ist.
Warum dies so ist, ist schwierig zu sagen, aber ich habe beinahe das Gefühl, dass ein Teil der menschlichen Natur es so vorgesehen hat, dass die Menschen „lieber versagen“ als etwas „zu gewinnen“.
Wiederum stellt sich hierbei die Frage „Was ist richtig und was ist falsch?“
Hierbei sind islamistische Selbstmordattentäter ein gutes Beispiel. Für uns ist es auf natürliche Weise falsch, dass man sich im Namen Allahs umbringt.
Die Familien der Märtyrer sind aber mächtig stolz auf ihre Söhne, Väter, Brüder, Ehemänner ect. , weil sie nach ihrer Meinung nach für eine gute Sache gestorben sind.
So bin ich zum Schluss gekommen, dass es Ansichtssache ist, was richtig oder falsch ist. Es kommt immer auf die Person an, die darüber nachdenkt.


hugo (15.10.05 14:48)
oha, da hat sich jemand richtig mühe gegeben.. das freut mich ^^

aaaalso.. zu deiner ersten frage.. doch, ist so, wurde von mir aber im untersten abschnitt auch so beschrieben..

um den lernprozess anzutreiben, also, etwas aus den fehlern zu lernen, muss man sich die schuld nicht zuschieben. man kann auch anders die ursache erkennen, und wie du schreibst, ist einzig und allein die ursache (mit dem erkennen verbunden natürlich) dafür zuständig, das man lernt.

ich habe bewusst nicht differenziert, zwischen sich schuld zuschieben lassen, oder sich die schuld geben lassen. denn beides läuft auf das selbe hinaus, es ist ein fehler der person selbst. ob die schuld von sich selbst stammt, oder von anderen kommt nicht draufan, denn die schuld ist da..

warum mache ich es mir zu einfach? wenn ich das gefühl habe, alles falsch zu machen, dann möchte ich das auch, wenn ich es nicht möchte, würde ich meine definitionen ändern, und schon wäre alles nicht mehr falsch.. ganz einfach ^^

natürlich ist dieses "wollen" nicht auf bewusstseinsebene..

gut, denn deine schlussfolgerung beinhaltet dasselbe wie meine.. sie ist bloss anders formuliert.. ob nun ansichts- oder definitionssache..

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